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Als deutscher Arzt im dänischen Gesundheitssystem

Ich habe es gemacht - oder besser - wir haben es gemacht! Ende Mai 2002 habe ich mit meiner Frau und meinen beiden Kindern den Sprung ins kalte Wasser gewagt: Wir zogen nach Dänemark!

Wider erwarten fanden wir uns in angenehm warmen Wasser wieder. Arbeiten als Arzt in Dänemark. Wie würde es werden? Hatte ich Alternativen? Stellenmäßig schon, aber waren das echte Alternativen? Nicht wirklich. Ich arbeite gerne als Arzt. Aber sollte ich meine Freizeit, meine Familie und letztlich mich selbst dafür aufgeben? Nö!

Den Ausweg schien es in Dänemark zu geben. So hörte ich von einigen Kollegen, ganz unabhängig voneinander, immer wieder dasselbe Urteil: Hervorragend! Gleichwohl war der Umzug ins Ausland von unbestimmten Gefühlen begleitet. Schließlich verlässt man Gewohntes und begibt sich in eine ungewisse Zukunft. In meinem Falle sogar mit Familie. So ganz nackt standen wir natürlich nicht da: Denn es wartete schon eine Arbeitsstelle auf mich.

Ende Mai zogen wir mit Kind(ern) und Kegel nach Südjütland.

Eine Woche später erschien ich morgens um acht zur Morgenkonferenz der Abteilung. Mein erster Arbeitstag. Nun würde es sich zeigen, ob meine Quellen recht hatten. Und sie hatten Recht.

Die Vorteile sind unübersehbar. Der größte ist zweifelsohne die geregelte Arbeitszeit von 37 Stunden pro Woche (in Worten: Siebenunddreißig!!!). Unglaublich aber wahr! Darüber hinaus werden Fortbildungen unterstützt und finanziert. Es werden günstige Ärztewohnungen zur Verfügung gestellt, so dass das Problem, der durch die Distanz erschwerten Wohnungssuche, schlichtweg entfällt. Und dann gab es da ja noch eine Hürde: die Sprache.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass sie für Deutsche aufgrund des anglogermanischen Ursprungs relativ leicht zu erlernen ist. Eine hervorragende Möglichkeit dazu bietet ein intensiver Sprachkursus, der vom Krankenhaus bei vollem Gehalt bezahlt wurde. Das muss natürlich nicht heißen, dass jeder solch ein Glück hat. Aber eines ist gewiss: Es ist enorm viel verhandelbar!

Ein weiterer Vorteil ist die Nähe zum Meer! Es ist phantastisch, wenn man all die Möglichkeiten, die Strand und Meer einem bieten, aufgrund der freundlichen Arbeitszeiten auch nutzen kann.

Der einzige gewichtige Nachteil liegt darin, dass man, wenn man ein Auto einführen will, oder eines hier erwerben will, so richtig „bluten“ muss. Es gibt natürlich auch Kollegen, die grenznah auf deutscher Seite wohnen und nach Dänemark pendeln und so die unangenehme Autogeschichte auf diese Weise umschiffen. Wer es trotzdem auf sich nimmt, wird letztlich reich belohnt, denn dem gegenüber stehen überzeugende Vorteile. Ich weiß, aus deutscher Sicht hört sich das alles ein wenig zu phantastisch an. Aber es ist trotzdem so. Weder ich, noch meine Familie bereuen diesen Schritt. Ganz im Gegenteil!


Siden er sidst opdateret 22-2-2016



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